|
Bericht Mai 2010 |
|
|
|
Die Findelkinder vom Golf – Mai 2010 |
|
|
Es sollte ein Tag wie jeder andere werden und ich war unterwegs auf
Fütterungstour. Plötzlich hörte ich ein lautes klägliches Miauen. Ich suchte
und schaute, doch es war gar nicht so einfach den Grund des jämmerlichen
Miauens zu entdecken…Nach langer Suche wurde ich fündig. In einem kleinen
Erdloch hinter einem Zaun sah ich sie. Vier kleine, ganz dünne Katzenkinder.
Die Katzenmama war weit und breit nicht zu sehen.

So klein, so unbeholfen, so unschuldig !!

Mit großen Augen, völlig unverdorben mit klarem Blick und klopfendem Herzen.

Einige ältere Katzen, die an der Futterstelle in der Sonne lagen, schauten
meinem Handeln interessiert zu. Einige machten sich mit großem Appetit über
das frisch hergerichtete Futter her.
Das Miauen der Katzenkinder wurde immer kläglicher und nachdem die
Katzenmama nach 1 Stunde immer noch nicht da war, macht eich mir große
Sorgen. Ich vermutete, dass der Mama etwas zugestoßen ist. Leider hatte ich
keine Kittenmilch dabei. Also machte ich mich ohne Umwege schnell los, und
besorgte welche. Als ich mit der Kittenmilch wiederkam, was das Miauen und
Weinen der Katzenkinder noch kläglicher, noch lauter geworden.
Ich bereitete schnell ein paar Mahlzeiten vor und……….

….ich habe noch NIE (!) so kleine Babys so schnell Milch schlappern gesehen.
Es wurde geschmatzt und geschlürft und die kleinen Augen wurden immer
größer.

Eines der Babys nahm ich mit Heim, da es keine Milch trank. Es schaut mich
nur an und machte einen schwachen Eindruck auf mich. Ich konnte es unmöglich
dort lassen.

Findelkind „Krümel“ war 2 Tage bei uns zu Hause und bekam die Flasche.
Nachdem ich merkte, dass „Krümel“ nun selber trinken konnte brachte ich ihn
zurück an die Fundstelle, zu seinen Geschwistern.
Ich fuhr 5 Mal (!) am Tag zu dem Erdloch um die Kleinen zu füttern und nach
dem Rechten zu sehen. Am dritten Tag stellte ich Kittennassfutter hin.
Anfangs wurde dies nur vorsichtig gefressen aber mittlerweile schmeckt es
lecker und wird gierig verschlungen

Als ich am 5. Tag -nach dem Fund der Babys- zu der Erdlochstelle kam, traute
ich meinen Augen kaum.
Auf dem Erdloch lag die Katzenmama. Zu meinem Erstaunen ist die Mama -ich
habe sie Nana getauft- sehr zutraulich und lieb. Sie war sehr dünn und ich
vermute, sie hatte schon tagelang nichts zu Fressen gehabt.
Ich gab Nana sofort Wasser und Futter und sie „stürzte“ sich dankbar auf die
Gabe. Vermutlich war Nana irgendwo eingesperrt worden bei ihren Streifzügen
und konnte deshalb nicht zu ihren Kindern zurück.
Die Babys kommen jetzt schon öfters aus ihrem Erdloch heraus um zu Spielen
und zu Toben. Auch holen sie sich Streicheleinheiten ab und trinken noch an
Mamas Brust, die noch reichlich Milch hergibt. Nana macht das wirklich toll.
Sie ist eine fabelhafte Mama!



An dieser (Erdloch-) Futterstelle gibt es ca. 30 Katzen. Leider sind nicht
alle so gut auf die Babys zu sprechen. Sie schleichen um die Babys herum und
wenn diese dann lustig und drollig auf sie zu tapsen, geht das laute
Gefauche los.

Die Kleinen legen sich dann sofort flach auf den Boden und ergeben sich mit
sträubendem Haar. Nana –die Katzenmama- schreitet sehr oft ein und vertreibt
mit Gefauche wie auch mit Tatzenschläge die Angreifer.
Die Babys kommen immer öfters aus ihrem Erdloch heraus um die Gegend zu
erkunden.

Die älteren Katzen an der Futterstelle akzeptieren die Kleinen nun langsam.
Man sieht täglich die Fortschritte im Wachstum der lieben Rasselbande.
Sobald die Babys abgestillt sind, werde ich versuchen, sie hier vor Ort zu
vermitteln und die Nana wird dann so schnell wie möglich kastriert.
Ich hoffe sehr, Sie –liebe Tierfreunde- hatten genauso viel Spaß bei diesem
Bericht wie ich.
|
|
Fütterungszeit Vista Golf – Mai 2010 |
|
Die Samtpfoten sind nicht nur dankbar, sondern auch einfach nur
herzig. Täglich fahre ich die vielen hergerichteten Futterplätze ab
und reiche frisches Wasser und nahrhafte Kost. Und sobald alles
hergerichtet ist, heißt es „ Mahlzeit“.

Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, wie glücklich die Katzen über meine
Arbeit sind. Meine Arbeit, die ich mit ganzem Herzen mache.


Und nach dem Essen heißt es „Relaxen“, in der Sonne liegen oder
Spielen und die Gegend erkundschaften für die, die ihr ganzes Leben
noch vor sich haben.


Dann wird sich noch einmal Nachschlag geholt, weil es so lecker ist !


Und während sich manch einer sein zweites Frühstück gut schmecken
lässt…..

…….mag der andere spielen oder Fliegen fangen :o).


Oder aber man nimmt seinen Unterschlupf (das Erdloch) mal so richtig
unter die Lupe ….

Sie sehen liebe Tierfreunde, kein Tag ist wie der andere hier auf Gran
Canaria.
Ich freue mich sehr, über Ihre Anteilnahme und Ihren Zuspruch und
danke Ihnen –auch im Namen der Streuner- von Herzen.
Drücken Sie mir auch weiterhin die Daumen, dass meine Arbeit
erfolgreich sein wird.
Mit herzlichen Grüßen an Sie,
Ihre Stefanie Mendola
Von mir auch liebe Grüße, Euer Krümel !
|
|
Tragischer Held – Hero – Mai 2010 |
|

Sie erinnern sich noch an unseren Hero? (Bericht aus April 2010) Ich
taufte die Katze so, weil sie es trotz fehlendem Oberkiefer und diesen
schlimmer Entzündungen im Gesicht, zu überleben schaffte. Es scheint mir,
dass Hero einen Kampf hatte denn als ich die Samtpfote vor Kurzen sah,
überkam mich ein Schauer. Am Hals fehlt ein großes Stück Fell. Eine
klaffende Wunde und ein paar „Fellfetzen“ hängen an einem kleinen
Hautstück runter.

Hero lässt sich leider nicht anfassen. Mein Herz schrie als ich die arme
Kreatur sah. Leider frisst er mir auch nicht aus der Hand, umso
schwieriger wird die Versorgung. Ich werde ihm die nächsten 10 Tage lang
Antibiotika unter das Nassfutter mischen und jedes Mal warten, bis er
alles aufgegessen hat.
Drücken Sie mir die Daumen liebe Tierfreunde, dass mein Vorhaben klappt
|
|
Mausegeschenk - Mai 2010 |
|
Seit Anbeginn meines Aufenthalts hier auf Gran Canaria, füttere ich die
Katzen vom Golf zwei Mal am Tag (morgens und abends). Wie sollte es also
anders sein, dass
mich die Samtpfoten mittlerweile kennen. Selbst die recht scheuen Katzen,
wagen sich bis auf 2 Meter an mich heran :o)
Sogar streicheln kann ich die ein oder andere Katze und ich finde, dass
ist wirklich ein toller Erfolg ! So kann ich die Katzen nun ganz gezielt
und besser auf Zecken und Flöhe kontrollieren & gleich behandeln!


Eine der vielen Katzen bedankte sich bei mir auf ihre eigene Art……..sie
brachte mir…………….eine Maus ! Damals war sie noch scheu und versteckte sich
ständig. Als Dank für das täglich wechselnde Futterangebot. Legte sie mir
eines Tages eine kleine Maus vor die Füße.

Dass ich dieses Geschenk nicht annehmen konnte (bzw. gar nicht annehmen
wollte) konnte ich der Samtpfote nur schwerlich begreiflich machen. Stolz
präsentierte mir sie „ihren“ Fang……und auf einmal lief die Maus los….Sie
lief um ihr Leben….
Aber die Katze war schneller……………
Auch ohne „Mausgeschenk“ werde ich weiterhin für die Streuner hier auf
Gran Canaria kämpfen und hoffe sehr, Sie begleiten mich auch weiterhin!
|
|
Kleiner Engel – Mai 2010 |
|
Jeder Erfolg, zieht meistens ein trauriges Ereignis nach sich. „Kleiner
Engel“ ist eine Katze, die ich erlösen musste.

Es war vor knapp vier Wochen (Anfang Mai) als ich eine Katze entdeckte,
die ganz, ganz schwer atmete. Ich gewann das Vertrauen und sprach
beruhigend auf sie ein. Das Atmen fiel ihr sichtlich schwer. Ich brachte
sie zur Tierärztin. Es wurde eine akute Herzschwäche festgestellt und ich
bekam Herztabletten mit. Jeden Tag reichte ich der kleinen Maus die
Tabletten, schön vermischt unter das Futter.

Als ich die Katze heute (Ende Mai 2010) wieder sah, lag sie hinter einem
Busch. Ganz apathisch, schwer atmend, nach Luft ringend. Ich hob sie
vorsichtig hoch und sie konnte vor Schwäche noch nicht mal ihr kleines
Köpfchen halten. Ich fuhr mit Tränen in den Augen zum Tierarzt und betete,
dass es noch nicht zu spät sei. Der Tierarzt merkte, dass trotz der
regelmäßigen Tablettengabe, dass kleine Herz der lieben Maus nicht mehr
richtig schlug, und der Kreislauf und die Atmung fielen ihr dadurch von
Stunde zu Stunde schwerer….
Der Tierarzt erlöste sie und ich weiß, dass dieser „kleine Engel“ nun
glücklich –ohne Schmerz und Leid- lachend um die Sonne tanzt.
Mit traurigen Grüßen
Ihre Stefanie Mendola
|
|
|