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Es sollte ein Tag wie jeder andere werden und ich war unterwegs auf
Fütterungstour. Plötzlich hörte ich ein lautes klägliches Miauen. Ich suchte
und schaute, doch es war gar nicht so einfach den Grund des jämmerlichen
Miauens zu entdecken…Nach langer Suche wurde ich fündig. In einem kleinen
Erdloch hinter einem Zaun sah ich sie. Vier kleine, ganz dünne Katzenkinder.
Die Katzenmama war weit und breit nicht zu sehen.

So klein, so unbeholfen, so unschuldig !!

Mit großen Augen, völlig unverdorben mit klarem Blick und klopfendem Herzen.

Einige ältere Katzen, die an der Futterstelle in der Sonne lagen, schauten
meinem Handeln interessiert zu. Einige machten sich mit großem Appetit über
das frisch hergerichtete Futter her.
Das Miauen der Katzenkinder wurde immer kläglicher und nachdem die
Katzenmama nach 1 Stunde immer noch nicht da war, macht eich mir große
Sorgen. Ich vermutete, dass der Mama etwas zugestoßen ist. Leider hatte ich
keine Kittenmilch dabei. Also machte ich mich ohne Umwege schnell los, und
besorgte welche. Als ich mit der Kittenmilch wiederkam, was das Miauen und
Weinen der Katzenkinder noch kläglicher, noch lauter geworden.
Ich bereitete schnell ein paar Mahlzeiten vor und……….

….ich habe noch NIE (!) so kleine Babys so schnell Milch schlappern gesehen.
Es wurde geschmatzt und geschlürft und die kleinen Augen wurden immer
größer.

Eines der Babys nahm ich mit Heim, da es keine Milch trank. Es schaut mich
nur an und machte einen schwachen Eindruck auf mich. Ich konnte es unmöglich
dort lassen.

Findelkind „Krümel“ war 2 Tage bei uns zu Hause und bekam die Flasche.
Nachdem ich merkte, dass „Krümel“ nun selber trinken konnte brachte ich ihn
zurück an die Fundstelle, zu seinen Geschwistern.
Ich fuhr 5 Mal (!) am Tag zu dem Erdloch um die Kleinen zu füttern und nach
dem Rechten zu sehen. Am dritten Tag stellte ich Kittennassfutter hin.
Anfangs wurde dies nur vorsichtig gefressen aber mittlerweile schmeckt es
lecker und wird gierig verschlungen

Als ich am 5. Tag -nach dem Fund der Babys- zu der Erdlochstelle kam, traute
ich meinen Augen kaum.
Auf dem Erdloch lag die Katzenmama. Zu meinem Erstaunen ist die Mama -ich
habe sie Nana getauft- sehr zutraulich und lieb. Sie war sehr dünn und ich
vermute, sie hatte schon tagelang nichts zu Fressen gehabt.
Ich gab Nana sofort Wasser und Futter und sie „stürzte“ sich dankbar auf die
Gabe. Vermutlich war Nana irgendwo eingesperrt worden bei ihren Streifzügen
und konnte deshalb nicht zu ihren Kindern zurück.
Die Babys kommen jetzt schon öfters aus ihrem Erdloch heraus um zu Spielen
und zu Toben. Auch holen sie sich Streicheleinheiten ab und trinken noch an
Mamas Brust, die noch reichlich Milch hergibt. Nana macht das wirklich toll.
Sie ist eine fabelhafte Mama!



An dieser (Erdloch-) Futterstelle gibt es ca. 30 Katzen. Leider sind nicht
alle so gut auf die Babys zu sprechen. Sie schleichen um die Babys herum und
wenn diese dann lustig und drollig auf sie zu tapsen, geht das laute
Gefauche los.

Die Kleinen legen sich dann sofort flach auf den Boden und ergeben sich mit
sträubendem Haar. Nana –die Katzenmama- schreitet sehr oft ein und vertreibt
mit Gefauche wie auch mit Tatzenschläge die Angreifer.
Die Babys kommen immer öfters aus ihrem Erdloch heraus um die Gegend zu
erkunden.

Die älteren Katzen an der Futterstelle akzeptieren die Kleinen nun langsam.
Man sieht täglich die Fortschritte im Wachstum der lieben Rasselbande.
Sobald die Babys abgestillt sind, werde ich versuchen, sie hier vor Ort zu
vermitteln und die Nana wird dann so schnell wie möglich kastriert.
Ich hoffe sehr, Sie –liebe Tierfreunde- hatten genauso viel Spaß bei diesem
Bericht wie ich.
Mit herzlichen Grüße an Sie,
Ihre Stefanie Mendola
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