
Bis heute gehen mir die Bilder des abgetrennten Katzenschwanzes
nicht aus dem Kopf. Wie sehr muss das Tier gelitten haben ? Mit
welcher bestialischen Ader müssen Menschen ausgestattet sein um so
etwas zu tun ?

Täglich fahre ich zu den zwei kleinen Katzenkindern. Haben sie
miterleben- und auch mit anhören müssen wie ihre Mutter starb ?
Wenn ich zu der Futterstelle fahre, betätige ich den Klicker und
dann kommen die zwei Kleinen im Sausewind angelaufen. Sie sind
noch sehr scheu, was ich positiv bewerte, denn ich vermeide von
nun an sie zu streicheln. Nicht auszudenken was mit ihnen
passieren könnte, wenn sie Vertrauen zu uns Menschen fassen. Wenn
sie zutraulich werden und sich anfassen lassen. Müssen die dann
auch so bestialisch sterben wie ihre Mutter ?

Vor ein paar Tagen hat sich eine weitere Katze an dieser
Futterstelle eingefunden. Ich konnte schon mehrmals beobachten wie
diese mit den einsamen Kindern in der Sonne herum albert und diese
auch genussvoll abschleckt.


Ich denke, dass diese neue Katze die Mutterrolle für die Kinder
übernommen hat. Es ist herzerweichend wenn man diese drei zusammen
sieht. Noch vor ein paar Wochen sah die Welt für diese zwei
Katzenbabys nicht so rosig aus.
Ich werde der neuen „Katzenmami“ noch etwas Zeit mit ihren
„Adoptivkindern“ lassen und dann werde ich sie leider für zwei
Tage trennen müssen, den auch diese erwachsene Katze muss zur
Kastration.
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Nicht nur das Meer, der Sandstrand und die Sonne gehören zum Bild
der Sonneninsel, sondern auch die Berge gehören zu Gran Canaria.

Immer und immer wieder fahre ich die unterschiedlichsten und
abgelegenen Regionalitäten ab, um einsamen und hungrigen, sowie
kranken Tierkindern zu helfen.
Hier in den Bergen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Es
ist alles ganz ruhig. Kein Autolärm, keine Menschen die sich durch
überfüllte Straßen drängen, kein buntes und lautes Leben.

Man hat fast das Gefühl, man sei in einer anderen Welt. Insofern
scheint auch die Ansicht der Menschen in den Bergen anders zu
sein. Anders in Bezug auf die Tiere dort. Ich habe keine einzige
markierte Katze gesehen (Markierung = Zeichen der Kastration).
An einer Schule entdeckte ich eine ganze Menge Streuner. Alle
Katzen schauten aufmerksam drein und ihre Blicke drangen tief ins
Herz.

Ich schaffte es drei von ihnen einzufangen und brachte sie auf
direktem Wege zu meiner Tierärztin. Gott sei Dank habe ich diese
Tierärztin an meiner Seite.
Bei einer Katze entdeckte ich am Hals das eingewachsene Halsband.
Eingewachsen in das Fleisch drückte das Band auf den kleinen
Körper, auf den Kehlkopf, auf die Luftröhre….
Neben der Kastration bei allen dreien, wurde –selbstverständlich-
das eingewachsene Halsband bei der einen Katze entfernt und bei
der 3. Katze erfolgte zusätzlich noch eine Zahnbehandlung.

Ich werde von nun an öfters in die Berge fahren, um mich auch dort
um die Tiere zu kümmern. Wenn sich die Menschen dazu entschieden
haben, ein Leben ohne moderne Zeit zu leben, ist das völlig
akzeptabel.
Jedoch sollte man bei der Versorgung der Tiere MIT DER ZEIT gehen,
denn nur so kann man helfen und retten.

Immer wieder werden diese fragenden Blicke auf mich gerichtet. Die
Frage die da lautet: Mensch, kann ich Dir vertrauen?
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Danke Ihrer Hilfe konnte ich vielen Tieren hier auf der
Sonneninsel helfen. Danke Ihrer Hilfe war die medizinische
Versorgung gesichert. Ich weiß nicht, wie ich es in Worte fassen
soll, denn Ihre Hilfe hat mich überwältigt. Es gibt mir Kraft zu
wissen und zu spüren, dass Sie alle den Weg mit mir gehen. Ich
danke Ihnen allen von ganzem, ganzem Herzen !
Das hier ist der erste Kater der nach dem Spendenaufruf kastriert
wurde.

Mit einer Falle konnte ich ihn einfangen. Es war kein leichtes
Spiel, denn neben seiner großen Scheu ist das Kerlchen auch noch
bissig.

Kein Wunder. Sein Misstrauen ist völlig legitim, denn ich weiß
nicht, was er schon alles Schlimmes erlebt hat in der
Vergangenheit.

Ich brachte das Kerlchen also zu meiner Tierärztin und nachdem er
die Narkose erhielt, stelle die Ärztin noch eine akute
Zahnentzündung bei ihm fest. Als Folge mussten ihm 4 Zähnchen
gezogen werden.

An diesem Tag wurde aber nicht nur der Kater kastriert. Ich konnte
zwei weitere sehr zutrauliche Katzen (eine weiße und eine
schwarz-weiße) einfangen und ebenfalls zum Tierarzt bringen. Beide
wurden kastriert. Als ich die Katzenkinder wieder abholen durfte,
sagte mir die Tierärztin, dass die schwarz-weiße Katze bereits
tragend im Anfangsstadium war.
 Auch das ist Tierschutz liebe Tierfreunde.
Ein Leben das noch
nicht begann, zu beenden. Aber das brauche ich Ihnen nicht zu
sagen, denn ich weiß, ein jeder von Ihnen –der Herz und Verstand
hat- versteht diese Entscheidung.
Dank Ihrer Hilfe konnte ich aber noch mehr erreichen und helfen.
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Nach dem Spendenaufruf für das Streunerprojekt hatte sich wirklich
einiges getan. Es sind sage und schreibe 325,- Euro an Spenden
eingegangen. Nochmals tausend Dank an all die lieben Spender die
das Streunerprojekt unterstützt haben oder noch unterstützen
werden.
Ohne die Hilfe von Ihnen hätte ich das alles nicht erreichen
können.
Ich konnte mit dieser Spende 8 weibliche Katzen und 2 Kater
kastrieren lassen.
Des Weiteren erhielten 2 Katzen eine komplette Zahnsanierung.
Leider können die beiden jetzt kein Trockenfutter mehr zu sich
nehmen, da ein jeder von ihnen nur noch 4 Zähnchen im Mäulchen
hat. Ihre Zähnchen waren so entzündet, verfault und haben
Schmerzen verursacht, dass es leider keine andere Möglichkeit mehr
gab.
Insofern bekommen die Kinder nun Dosenfutter. Das müssen sie nicht
wirklich kauen und –so wie ich das Schmatzen beurteile- schmeckt
ihnen das Dosenfutter besser als das Trockenfutter :o)
Zuerst ging mir der scheue, wütende und auch bissige Kater in die
Falle (Bericht: November
2010)

Es war ein sonniger Tag als ich einen Ausflug zu einer Freundin
machte, die etwa 70 km vom mir entfernt wohnt. Unterwegs musste
ich tanken. Durch Zufall entdeckte ich an dieser Tankstelle vier
Katzen. Weit und breit gab es nur diese Tankstelle. Es stand kein
Haus in der unmittelbaren Nähe, wo die Tiere hätten Futter
bekommen können.
Vermutlich lebten diese 4 Katzen nur von dem, was die Mühltonnen
hergaben. Viel war dies mit Sicherheit nicht, denn alle vier waren
unglaublich dünn.

Ich holte sofort 3 Dosen Katzenfutter aus meinem Kofferraum und
verteilte das Futter.

Alle vier stürzten sich hastig über die Mahlzeit und verschlangen
sie gierig.

Nachdem sie alles gefressen hatten schnappte ich mir eine nach der
anderen und legte sie vorsichtig und sachte in mein Auto. Immer
und immer wieder sprach ich leise und beruhigend auf sie ein.

Mein einziger Gedanken in diesem Moment war von Angst und Sorge
geprägt. Nicht auszudenken, wenn diese vier Katzen noch Babys auf
die Welt brächten und das in dieser menschenleeren und kargen
Gegend. Nein, das durfte auf keinen Fall passieren. Ich fuhr also
mit meinen 4 Streunern wieder zurück zu meinem Wohnort, direkt zu
meiner Tierärztin.

Die ganze Fahrt über schrien die vier Katzen. Ich spürte ihre
Angst. Unwissend was ich mit ihnen vorhabe schauten sie mich mit
großen Augen an. Ihre kleinen Körper waren aneinandergepresst.
Immer und immer wieder versuchte ich sie während der Fahrt zu
beruhigen.
Bei der Tierärztin wurden die Katzen erst mal etwas aufgepäppelt
und dann, am vierten Tag, auch kastriert. Zwei der Katzen waren im
Anfangsstadium trächtig. Einige Zeit später konnte ich die vier
Kinder wieder abholen und zurück an ihren Platz an der Tankstelle
bringen.
Ich hoffe sehr, dass ich auch den Kater dort an der Tankstelle
finden werde, denn auch er muss kastriert werden. Ebenso hoffe ich
sehr, dass der Pächter der Tankstelle dem Streunerprojekt positiv
zugetan ist und mit mir zusammen arbeiten wird. Zusammen arbeiten
heißt: die Katzen dort regelmäßig zu füttern. Selbstverständlich
werde ich dem Pächter das Futter zur Verfügung stellen, denn aus
eigener Tasche wird keiner hier die Streuner versorgen. Natürlich
würde ich regelmäßige (heimliche) Kontrollen machen, ob die
Futtergabe durch den Pächter auch erfolgt.
Sollte das Gespräch mit dem Pächter negativ verlaufen, dann werde
ich ab sofort -zusätzlich zu der Versorgung aller anderen
Streuner- noch 3 Mal in der Woche die 70 Kilometer zu dieser
kargen Gegend fahren, um die Katzen zu versorgen. Ich kann sie
doch nicht im Stich lassen !!
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Liebe Tierfreunde,
ich möchte mich nochmals bei Ihnen allen ganz herzlich bedanken.
Die Arbeit hier auf Gran Canaria ist alles andere als leicht.
Oftmals laufen mir die Tränen, die ich nur spüre weil sie auf
meiner Haut brennen !! Oftmals schlägt mein Herz vor Aufregung und
Angst. Nicht nur die Angst UM DIE TIERE, sondern auch die Angst
VOR DEN MENSCHEN.
Insofern hilft es mir ungemein zu wissen, zu sehen, zu lesen,
zuhören und auch zu spüren, dass ich nicht alleine bin mit dem
Assisi-Streunerprojekt.
Haben Sie vielen, vielen Dank. Erlauben Sie mir noch zum Ende hin
die Bitte an Sie zu richten: helfen Sie uns weiter. Sie sehen: nur
mit Ihrer Hilfe kann Tierschutz funktionieren. Bitte begleiten Sie
mich und das Streunerprojekt auch weiterhin, wenn es heißt:
FÜR DIE KINDER DIESER WELT !

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